Nach den tagelangen Fahrten durch die Einsamkeit Australiens, an denen unser Gehirn nur darauf getrimmt war, unsere Augen am Zufallen zu hindern, haben wir nun endlich die lebendige Ostküste erreicht. Cairns ist ein relaxtes kleines Tropenstädtchen mit wunderschöner Lagune direkt am Meer (die vor allem für die Zeit im Jahr perfekt ist, wenn es im Ozean nur so vor gefährlichen Quallen wimmelt). Wirklich interessant wird es aber erst, wenn man eines der Boote besteigt, die tagein tagaus Scharen von Touris zur einzigartigen Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs bringen.
Für mich ging’s als Erstes zum Tauchen ins Outer Reef und am nächsten Tag noch mal zusammen mit Anni auf Green Island zum Schnorcheln. Als wir die Trips gebucht haben, war mir schon ein wenig mulmig. Drei Tauchgänge innerhalb von nur fünf Stunden – wenn das mal gut geht. Aber die Kohle war weg, nun gab’s kein Zurück mehr.
Am nächsten Morgen also mit Unterwasserkamera gewappnet auf zum Reef Fleet Terminal im Hafen von Cairns. Reges Treiben bereits kurz nach sieben. Dort ging’s zu wie am Flughafen – inklusive Check-In und Boarding Pass. Und dann ging es auch schon auf’s Boot, mit Volldampf gen Great Barrier Reef . Die Tablette, die mir meine Sitznachbarn Laura und Ben gegen Seekrankheit angeboten haben, habe ich dankend abgelehnt. Wer braucht schon diesen Kram?! Als es aber weiter raus auf’s Meer ging, spürte ich dann doch ein leichtes Unbehagen in mir aufsteigen. Von der anderen Seite des Bootes hat mich auch schon ein ganz grünes Gesicht angeguckt. Während ich noch schnell meine Tablette einwerfen konnte, wurde drüben die erste Kotztüte gefüllt. Mir ging’s zum Glück kurze Zeit später besser und dann konnte es endlich losgehen.
Die Spots, an denen wir getaucht sind, waren einfach großartig. Sean, unser Guide, hat uns zu wunderschönen Stellen geführt, wo wir Fische in allen Größen und Farben, süße Nemos, zwei große Schildis und einen 2,5 Meter langen Riff-Hai gesehen haben. Dann hat Sean uns etwas schwarzes Längliches gegeben, was auf dem Meeresboden lag. Hat sich samtig weich angefühlt. Während ich dieses Etwas in der Hand hatte, hat Sean auf sein Notizbrett „WHALE POOH“ (Liebe Eltern, übersetzt heißt das „Walscheiße“) geschrieben, um uns nach einer kleinen Schrecksekunde schließlich aufzuklären, dass es eine Seegurke war. Puh, Schwein gehabt
Zwischen den drei Tauchgängen sind wir immer wieder zurück auf’s Boot, um unseren Stickstoffgehalt im Körper wieder zu senken, die Location zu wechseln und uns unseren Bauch mit dem leckeren Buffet vollzuhauen. Alles in allem also ein rundum mehr als gelungener Tag
Und auch Tag Nummer zwei auf Green Island war ein Traum. Wie die Urlauber sind wir mit unseren Handtüchern ein weiteres Mal zum Reef Fleet Terminal losgezogen, um uns auf die Insel schippern zu lassen. Robinson Crusoe lässt grüßen. Von Einsamkeit allerdings keine Spur. Mit uns eine weitere Schar Touris, die genau wie wir nur das eine im Sinn hatten: Möglichst viel möglichst Schönes zu sehen. Und das haben wir auch hinbekommen. Green Island ist für seine Schildkröten bekannt, die sich nicht weit vom Ufer gemütlich durch das Riff gleiten lassen, Seegras kauen und den Tag genießen – jeden Tag auf’s Neue. Schildköte müsste man sein
Wir haben ein halbes Dutzend zu Gesicht bekommen, sind ein Stück mit ihnen durch’s Wasser geschwommen und haben auch an diesem Tag wieder fleißig den Auslöser unserer geliehenen Unterwasserkamera gedrückt. Gar nicht so einfach, ein anständiges Bild hinzubekommen. Aber wir finden, wir haben das ganz gut gemeistert – und mit ein wenig Bearbeitung (wirklich nur ein wenig, sonst ist alles Original – Ehrenwort!) können sich die Ergebnisse tatsächlich sehen lassen.
P.S. Die lustigen „Ninja“-Anzüge haben wir geliehen, um uns gegen eventuell noch vor der Küste befindliche Stingers (die bösen Quallen) zu schützen. War nicht nur sicherer, sondern sah auch viel witziger aus. Bikini- und Badehosenbilder gibt’s ja mittlerweile zu genüge von uns…





Hallo ihr beiden,
super tolle Unterwasserfotos. Um dieses Erlebnis kann man euch wieder nur beneiden.
Es war sicher ein einmaliges Gefühl, mit den Schildis zu schwimmen.
Für eure bevorstehende Seegeltour wünschen wir euch ruhigen Seegang, so dass ihr nicht seekrank werdet.
In diesem Sinne liebe Grüße
von Mutti und Vati (Heidi&Thomas)
Hi ihr Ninjas,
das sind ja wieder mal ganz tolle Bilder. Hochachtung, dass ihr immer so mutig seid und euch unter Wasser begebt. Echt klasse. Bin heute wieder fleißig auf Arbeit und habe meine Zahngeschichte überstanden. War echt schrecklich.
Aber ich habe es jetzt endlich überstanden. Kaue noch etwas hochbeinig, aber das wird schon wieder.
Liebe Grüße
Steffi
Hallo erst mal!
Habe das vom tauchen etwas später gelesen und mich sehr darüber gefreut,das ihr wieder ein einmaliges erlebnis hattet,daß sich ja so schnell nicht wiederholt.ist schon eine tolle sache die schildkröten hautnah zu sehen und sie zu berühren.
die unterwasserbilder sind sehr gut gelungen hut ab für” anfänger”die ihr ja mittlerweile was aufnahmen in der natur betreffen nicht mehr seit.es sieht alles wunderschön aus und es macht spass alles anzusehen. viel spass beim segeln tschüss Mutti und Vati